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“Das Rheingold”
by Richard Wagner libretto
(German
English)
Paperback libretto with side-by-side translation
Read Das Rheingold with the original libretto and a clear English translation printed on facing pages — ideal for following along while listening.
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Woglinde (eine Rheintochter) - hoher sopran Wellgunde (eine Rheintochter) - hoher sopran Flosshilde (eine Rheintochter) - tiefer sopran Alberich (Nibelunge) - hoher baß Fricka (Göttin der Ehe) - tiefer sopran Wotan (Göttervater) - hoher baß Freia (Göttin der Jugend) - hoher sopran Fasolt (ein Riese) - hoher baß Fafner (ein Riese) - tiefer baß Froh (ein Gott) - tenor Donner (ein Gott) - hoher baß Loge (Halb-Gott des Feuers) - tenor Mime (Nibelunge) - tenor Erda (Urmutter Erde) - tiefer sopran |
Woglinde (a Rhine daughter) - soprano Wellgunde (a Rhine daughter) - soprano Flosshilde (a Rhine daughter) - mezzo-soprano Alberich (king of the Nibelungs) - bass-baritone Fricka (goddess of marriage) - mezzo-soprano Wotan (ruler of the gods) - bass-baritone Freia (goddess of youth and beauty) - soprano Fasolt (a giant) - baritone Fafner (a giant, brother of Fasolt) - bass Froh (the fair god) - tenor Donner (god of thunder) - baritone Loge (half-god of fire) - tenor Mime (brother of Alberich) - tenor Erda (earth mother, goddess of wisdom) - contralto |
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In der Tiefe des Rheines (Auf dem Grunde des Rheines. Grünliche Dämmer- ung, nach oben zu lichter, nach unten zu dunkler. Die Höhe ist von wogendem Gewässer erfüllt, das rastlos von rechts nach links zu strömt. Nach der Tiefe zu lösen die Fluthen sich in einen immer feineren feuchten Nebel auf, so daß der Raum in Manneshöhe vom Boden auf gänzlich frei vom Wasser zu sein scheint, welches wie in Wolkenzügen über den nächt- lichen Grund dahin fließt. Überall ragen schroffe Felsenriffe aus der Tiefe auf, und grenzen den Raum der Bühne ab; der ganze Boden ist in ein wildes Zackengewirr zerspalten, so daß er nirgends voll- kommen eben ist, und nach allen Seiten hin in dichtester Finsterniss tiefere Schlüfte annehmen läßt.) (Hier wird der Vorhang aufgezogen. Volles Wogen der Wassertiefe. Woglinde kreist in anmuthig schwimmender Bewegung um das mittlere Riff.) Woglinde Weia! Waga! Woge, du Welle, walle zur Wiege! wagala weia! wallala, weiala weia! Wellgunde (von oben) Woglinde, wach'st du allein? Woglinde Mit Wellgunde wär' ich zu zwei. |
At the bottom of the Rhine (Greenish twilight, lighter above, darker below. The upper part of the scene is filled with moving water, which restlessly streams from right to left. Toward the bottom, the waters resolve themselves into a fine mist, so that the space, to a man's height from the stage, seems free from the water, which floats like a train of clouds over the gloomy depths. Everywhere are steep points of rock jutting up from the depths and enclosing the whole stage; all the ground is broken up into a wild confusion of jagged pieces, so that there is no level place, while on all sides darkness indicates other deeper fissures.) (The curtain rises. Waters in motion. Woglinde circles with graceful swimming motions around the central rock.) Woglinde Weia! Waga! Wandering waters, swing ye our cradle! wagala weia! walala, weiala weia! Wellgunde (from above) Woglinde, watchest alone? Woglinde If Wellgunde came we were two. |
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Wellgunde (taucht aus der Fluth zum Riff herab) Lass' seh'n, wie du wach'st! Woglinde (entweicht ihr schwimmend) Sicher vor dir! (Sie necken sich, und suchen sich spielend zu fangen.) Flosshilde (von oben) Heiaha weia! wildes Geschwister! Wellgunde Flosshilde, schwimm'! Woglinde flieht: hilf mir die Fließende fangen! (Flosshilde taucht herab und fährt zwischen die Spielenden.) Flosshilde Des Goldes Schlaf hütet ihr schlecht! Besser bewacht des schlummernden Bett, sonst büßt ihr beide das Spiel! (Mit munterem Gekreisch fahren die beiden auseinander: Flosshilde sucht die eine, bald die andere zu erhaschen; sie entschlüpfen ihr und ver- einigen sich endlich um gemeinsam auf Flosshilde Jagd zu machen. So schnellen sie gleich Fischen von Riff zu Riff, scherzend und lachend.) (Aus einer finstern Schlucht ist während dem Alberich, an einem Riffe klimmend, dem Abgrunde entstiegen. Er hält noch vom Dunkel umgeben an, und schaut dem Spiele der Rheintöchter mit stei- gendem Wohlgefallen zu.) |
Wellgunde (dives down to the rock.) How safe is thy watch? Woglinde (eludes her by swimming) Safe from thy wiles! (They playfully chase one another.) Flosshilde (from above) Heiaha weia! heedless wild watchers! Wellgunde Flosshilde swim! Woglinde flies: help me to hinder her flying! (Flosshilde dives down between them.) Flosshilde The sleeping gold badly ye guard! Better beset the slumberer's bed, or both will pay for your sport! (With merry cries they swim apart. Flosshilde tries to catch first one and then the other; they elude her and then together chase her and dart laughing and playing like fish between the rocks.) (From a dark chasm Alberich climbs up one of the rocks. He remains watching the water-maidens with increasing pleasure.) |
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Alberich Hehe! ihr Nicker! (Die Mädchen halten, sobald sie Alberichs Stimme hören, mit dem Spiele ein.) wie seid ihr niedlich, neidliches Volk! aus Nibelheims Nacht naht' ich mich gern, neigtet ihr euch zu mir! Woglinde Hei! wer ist dort? Wellgunde Es dämmert und ruft! Flosshilde Lugt wer uns belauscht! (Sie tauchen tiefer herab und erkennen den Nibelung.) Woglinde, Wellgunde Pfui! der Garstige! Flosshilde (schnell auftauchend) Hütet das Gold! Vater warnte vor solchem Feind. (Die beiden andern folgen ihr, und alle drei ver- sammeln sich schnell um das mittlere Riff.) Alberich Ihr, da oben! Rheintöchter Was willst du dort unten? Alberich Stör' ich eu'r Spiel, wenn staunend ich still hier steh'? tauchtet ihr nieder, mit euch tollte und neckte der Niblung sich gern. |
Alberich Hehe! ye nixies! (The maidens stop playing on hearing Alberich's voice.) How ye delight me, daintiest folk! From Nibelheim's night fain would I come, would ye turn but to me! Woglinde Hei! who is there? Wellgunde A voice in the dark. Flosshilde Look who is below! (They dive deeper down and see the Nibelung.) Woglinde, Wellgunde Fie! thou grisly one! Flosshilde (swimming quickly up) Look to the gold! Father warned us such foe to fear. (The two others follow her, and all three gather quickly around the middle rock.) Alberich You, above there! Rhine Daughters What wouldst thou below there? Alberich Spoil I your sport, if still I stand here and gaze? Dive ye but deeper, with you fain would a Nibelung dally and play. |
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Woglinde Mit uns will er spielen? Wellgunde Ist ihm das Spott? Alberich Wie scheint im Schimmer ihr hell und schön! Wie gern umschlänge der Schlanken eine mein Arm, schlüpfte hold sie herab! Flosshilde Nun lach' ich der Furcht: der Feind ist verliebt! Wellgunde Der lüsterne Kauz! Woglinde Laßt ihn uns kennen! (Woglinde läßt sich auf die Spitze des Riffes hinab, an dessen Fuße Alberich angelangt ist.) Alberich Die neigt sich herab. Woglinde Nun nahe dich mir! (Alberich klettert mit koboldartiger Behendigkeit, doch wiederholt aufgehalten, der Spitze des Riffeszu.) Alberich (hastig) Garstig glatter glitsch'riger Glimmer! wie gleit' ich aus! Mit Händen und Füßen nicht fasse noch halt' ich das schlecke Geschlüpfer! Feuchtes Naß füllt mir die Nase: verfluchtes Niessen! (Er ist in Woglindes Nähe angelangt.) |
Woglinde Would he be our playmate? Wellgunde Doth he but mock? Alberich How bright and fair in the light ye shine! Fain are my arms to enfold a maiden so fair, would she come to me here! Flosshilde I laugh at my fear: the foe is in love! Wellgunde The languishing imp! Woglinde Let us go near him! (Woglinde lets herself sink to the top of the rock, the foot of which Alberich has reached.) Alberich One sinks down to me. Woglinde Come close to me here! (Alberich climbs with imp-like agility, but with frequent checks, to the top of the rock.) Alberich (hurriedly) Loathsome, slimy, slippery pebbles! I cannot stand! My hands and my feet cannot fasten or hold on the treacherous smoothness! Waterdrops fill up my nostrils ... accursed sneezing! (He has come near Woglinde.) |
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Woglinde (lachend) Pruhstend naht meines Freiers Pracht! Alberich Mein Friedel sei, du fräuliches Kind! (Er sucht sie zu umfassen.) Woglinde (sich ihm entwindend) Willst du mich frei'n, so freie mich hier! (Alberich kratzt sich den Kopf. Woglinde taucht zu einem andern Riff auf.) Alberich O weh! du entweich'st? Komm doch wieder! Schwer ward mir, was so leicht du erschwingst. (Woglinde schwingt sich auf ein drittes Riff in größerer Tiefe.) Woglinde Steig' nur zu Grund, da greifst du mich sicher. Alberich (hastig hinab kletternd) Wohl besser da unten! Woglinde Nun aber nach Oben! |
Woglinde (laughing) Sneezing tells of my love's approach! Alberich My sweetheart be, thou loveliest child! (He tries to embrace her.) Woglinde (avoiding him) Me wouldst thou woo? then woo me up here! (Alberich scratches his head. Woglinde has reached another rock.) Alberich Alas! thou escap'st? Come but nearer! Thou canst fly where I scarcely can creep. (Woglinde swims to a third rock, deeper down.) Woglinde Climb to the ground, then safe wouldst thou clasp me. Alberich (clambers hastily down) 'Tis better down lower! Woglinde Now let us go higher! |
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(Sie schnellt sich rasch aufwärts nach einem höheren Riff zur Seite.) Wellgunde, Flosshilde (lachend) Ha ha ha ha ha ha! Alberich Wie fang' ich im Sprung den spröden Fisch? Warte, du Falsche! (Er will ihr eilig nachklettern.) (Wellgunde hat sich auf ein tieferes Riff auf der anderen Seite gesenkt.) Wellgunde Heia, du Holder! hörst du mich nicht? Alberich (sich umwendend) Rufst du nach mir? Wellgunde Ich rathe dir wohl: zu mir wende dich, Woglinde meide! (Indem Alberich hastig über den Bodengrund zu Wellgunde hin klettert.) Alberich Viel schöner bist du als jene Scheue, die minder gleißend und gar zu glatt. Nur tiefer tauche, willst du mir taugen. Wellgunde (noch etwas mehr sich zu ihm herabsenkend) Bin nun ich dir nah'? Alberich Noch nicht genug! Die schlanken Arme schlinge um mich, daß ich den Nacken dir neckend betaste, mit schmeichelnder Brunst an die schwellende Brust mich dir schmiege. |
(She darts quickly to a high rock at the side) Wellgunde, Flosshilde (laughing) Ha ha ha ha ha ha! Alberich How catch in her flight the timid fish? Wait a while, false one! (He tries to climb hastily after her.) (Wellgunde has sunk down to a lower rock on the other side.) Wellgunde Heia, thou fair one! hear'st thou me not? Alberich (turning around) Call'st thou to me? Wellgunde I counsel thee well: to me turn thee and Woglinde heed not! (Alberich clambers hastily over the ground to Wellgunde.) Alberich Far fairer seemest thou than that shy one, who gleams less brightly and looks too sleek. Yet deeper dive, if thou wouldst delight me. Wellgunde (letting herself sink down a little nearer to him) Now, am I not near? Alberich Not near enough! Thy slender arms come fling around me; that I may touch thee and toy with thy tresses, with passionate heat on thy bosom so soft let me press me! |
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Wellgunde Bist du verliebt und lüstern nach Minne, lass' seh'n, du Schöner, wie bist du zu schau'n? Pfui! Du haariger, höckriger Geck! Schwarzes, schwieliges Schwefelgezwerg! Such dir ein Friedel, dem du gefällst! (Alberich sucht sie mit Gewalt zu halten.) Alberich Gefall' ich dir nicht, dich fass' ich doch fest! Wellgunde (schnellzum mittleren Riffe auftauchend) Nur fest, sonst fließ' ich dir fort! Woglinde, Flosshilde (lachend) Ha ha ha ha ha ha! Alberich (Wellgunde erbos't nachzankend) Falsches Kind! Kalter, grätiger Fisch! Schein' ich nicht schön dir, niedlich und neckisch, glatt und glau, hei! so buhle mit Aalen, ist dir eklig mein Balg! |
Wellgunde Art thou bewitched and longing for love-joys? then shew, thou fair one, what favor is thine! Fie! thou hairy and hideous imp! Swarthy, spotted and sulfury dwarf! Seek thee a sweetheart whom thou dost please! (Alberich tries to hold her by force.) Alberich Though foul be my face, my hands hold thee fast! Wellgunde (quickly swimming up to the middle rock) Hold fast, I flow from thy hands! Woglinde, Flosshilde (laughing) Ha ha ha ha ha ha! Alberich (calling angrily after Wellgunde) Faithless thing! Bony, chilly-skinned fish! Seem I not comely, pretty and playful, brisk and bright? Hei! go wanton with eels then, if so loathsome am I! |
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Flosshilde Was zankst du, Alp? Schon so verzagt? Du freitest um zwei: früg'st du die Dritte süßen Trost schüfe die Traute dir! Alberich Holder Sang singt zu mir her! Wie gut, daß ihr eine nicht seid: von vielen gefall' ich wohl einer: bei einer kies'te mich Keine! Soll ich dir glauben, so gleite herab! Flosshilde (taucht zu Alberich hinab) Wie thörig seid ihr, dumme Schwestern, dünkt euch dieser nicht schön! Alberich (hastig ihr nahend) Für dumm und häßlich darf ich sie halten, seit ich dich holdeste seh'. Flosshilde O singe fort so süß und fein, wie hehr verführt es mein Ohr! Alberich (zutraulich sie berührend) Mir zagt, zuckt und zehrt sich das Herz, lacht mir so zierliches Lob. Flosshilde (ihn sanft abwehrend) Wie deine Anmuth mein Aug' erfreut, deines Lächelns Milde den Muth mir labt! (Sie zieht ihn zärtlich an sich.) Seligster Mann! Alberich Süßeste Maid! Flosshilde Wärst du mir hold! |
Flosshilde Why chid'st thou, elf? So soon cast down? But twain hast thou wooed: try but the third one, sweetest balm surely her love would bring! Alberich Soothing song comes to my ears! How good that ye are not but one: of many, some one I may win me; alone, no maiden would choose me! If I may trust thee, then glide down to me! Flosshilde (dives down to Alberich) How foolish are ye, senseless sisters, if ye find him not fair! Alberich (quickly approaching her) Both dull and hideous well may I deem them, now that the fairest I see! Flosshilde O sing still on thy soft sweet song, its charm enraptures mine ear! Alberich (confidently caressing her) My heart bounds and flutters and burns when such sweet praise laughs to me. Flosshilde (with gentle resistance) Thy winsome sweetness makes glad mine eyes, and thy tender smile all my spirit cheers! (She draws him tenderly to her.) Dearest of men! Alberich Sweetest of maids! Flosshilde Wert thou but mine! |
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Alberich Hielt' ich dich immer! Flosshilde (feurig) Deinen stechenden Blick, deinen struppigen Bart, o säh' ich ihn, faßt' ich ihn stets! Deines stachligen Haares strammes Gelock, umflöß' es Flosshilde ewig! Deine Krötengestalt, deiner Stimme Gekrächz', o dürft' ich staunend und stumm sie nur hören und seh'n! (Woglinde und Wellgunde sind nahe herab getaucht.) Woglinde, Wellgunde (lachend) Ha ha ha ha ha ha! Alberich (erschreckt auffahrend) Lacht ihr Bösen mich aus? Flosshilde (sich plötzlich ihm entreissend) Wie billig am Ende vom Lied! (Sie taucht mit den Schwestern schnell auf.) |
Alberich Might I e'er hold thee! Flosshilde (ardently) O, the sting of thy glance and the prick of thy beard, for ever to see and to feel! Might the locks of thy hair, so shaggy and sharp, but float round Flosshilde ever! and thy shape like a toad, and the croak of thy voice, o might I, dazzled and dumb, see and hear nothing but these! (Woglinde and Wellgunde have dived down close to them.) Woglinde, Wellgunde (laughing) Ha ha ha ha ha ha! Alberich (starting up, alarmed) Wretches, laugh ye at me? Flosshilde (suddenly darting from him) As fits at the end of the song! (She swims quickly up with her sisters.) |
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Woglinde, Wellgunde (lachend) Ha ha ha ha ha ha! Alberich (mit kreischender Stimme) Wehe! ach wehe! o Schmerz! o Schmerz! Die dritte, so traut, betrog sie mich auch? Ihr schmählich schlaues, lüderlich schlechtes Gelichter! Nährt ihr nur Trug, ihr treuloses Nickergezücht? Rheintöchter Wallala! Wallala! lalaleia! leialalei! heia! heia! ha ha! Schäme dich, Albe! schilt nicht dort unten! höre was wir dich heißen! Warum, du Banger, bandest du nicht das Mädchen, das du minn'st? Treu sind wir, und ohne Trug dem Freier, der uns fängt. Greife nur zu, und grause dich nicht, in der Fluth entflieh'n wir nicht leicht: Wallala! lalaleia! leialalei! heia! heia! ha hei! (Sie schwimmen auseinander, hierher und dorthin, bald tiefer bald höher, um Alberich zur Jagd auf sie zu reizen.) |
Woglinde, Wellgunde (laughing) Ha ha ha ha ha ha! Alberich (in a wailing voice) Woe's me! ah, woe's me! alas! alas! The third one, so dear, doth she too betray? Ye shameless, shifting, worthless and infamous wantons! Feed ye on falsehood, treacherous watery brood? Rhine Daughters Wallala! Wallala! lalaleia! leialalei! heia! heia! ha ha! Shame on thee, imp! why chid'st thou down yonder? Hear the words that we sing thee! Say wherefore, faint-heart, didst thou not hold the maiden thou dost love? True are we, free from all guile, to him who holds us fast. Gaily to work, and grasp without fear; in the floods not fleet is our flight: Wallala! lalaleia! leialalei! heia! heia! ha hei! (They swim apart, hither and thither, now deeper, now higher, to incite Alberich to chase them.) |
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Alberich Wie in den Gliedern brünstige Gluth mir brennt und glüht! Wuth und Minne, wild und mächtig, wühlt mir den Muth auf! Wie ihr auch lacht und lügt, lüstern lechz' ich nach euch, und eine muß mir erliegen! (Er macht sich mit verzweifelter Anstrengung zur Jagd auf: mit grauenhafter Behendigkeit erklimmt er Riff für Riff, springt von einem zum andern, sucht bald dieses bald jenes der Mädchen zu erhaschen, die mit lustigem Gekreisch stets ihm ausweichen.) (Er strauchelt, stürzt in den Abgrund, und klettert dann hastig wieder in die Höhe zu neuer Jagd.) (Sie neigen sich etwas herab. Fast erreicht er sie, stürzt abermals zurück, und versucht es nochmals.) (Alberich hält endlich, vor Wuth schäumend athemlos an, und streckt die geballte Faust nach den Mädchen hinauf.) Alberich Fing' eine diese Faust! (Er verbleibt in sprachloser Wuth, den Blick auf- wärts gerichtet, wo er dann plötzlich von dem folgenden Schauspiele angezogen und gefesselt wird.) (Durch die Fluth ist von oben her ein immer lichterer Schein gedrungen, der sich an einer hohen Stelle des mittelsten Riffes allmählich zu einem blendend hell strahlenden Goldglanze entzündet; ein zauberisch goldenes Licht bricht von hier durch das Wasser.) |
Alberich Through all my frame what passionate fire now burns and glows! Rage and longing, fierce and mighty, lash me to madness! Though ye may laugh and lie, yearning masters my heart, and one to me now shall yield her! (He begins the chase with desperate exertions. With terrible agility he climbs the rocks, springs from one to the other, and tries to catch first one then another of the maidens, who always elude him with mocking laughter.) (He staggers and falls into the abyss, then clambers hastily aloft again to renew the chase.) (They let themselves sink a little. He almost reaches them, falls back again, and again tries to catch them.) (Foaming with rage, he pauses breathless and stretches his clenched fist up toward the maidens.) Alberich Could I but capture one! (He remains in speechless rage gazing upward, when suddenly he is attracted and chained by the following spectacle.) (Through the water from above breaks a con- tinuously brightening glow, which, on a high point of the middle rock, kindles to a blinding, brightly shining gleam; a magical light streams from this through the water.) |
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Woglinde Lugt, Schwestern! Die Weckerin lacht in den Grund. Wellgunde Durch den grünen Schwall den wonnigen Schläfer sie grüßt. Flosshilde Jetzt küßt sie sein Auge, daß er es öffne. Wellgunde Schaut', er lächelt in lichtem Schein. Woglinde Durch die Fluthen hin fließt sein strahlender Stern! Rheintöchter (zusammen das Riff anmuthig umschwimmend) Heia jaheia! heia jaheia! wallala la la la leia jahei! Rheingold! Rheingold! Leuchtende Lust, wie lach'st du so hell und hehr! Glühender Glanz entgleißet dir weihlich im Wag! heia jahei! heia jaheia! Wache, Freund! wache froh! wonnige Spiele spenden wir dir: flimmert der Fluß, flammet die Fluth, umfließen wir tauchend, tanzend und singend im seligem Bade dein Bett! Rheingold! Rheingold! heia jaheia! heia jaheia! Wallala la la la heia jahei! (Mit immer ausgelassenerer Lust umschwimmen die Mädchen das Riff. Die ganze Fluth flimmert in hellem Goldglanze.) |
Woglinde Look, sisters! The wakener laughs to the deep. Wellgunde Through the waters green the radiant sleeper he greets. Flosshilde He kisses her eyelids, so to unclose them. Wellgunde Look, she smiles in the shining light. Woglinde Through the floods afar flows her glittering ray! Rhine Daughters (together swimming around the rock) Heia jaheia! heia jaheia! Wallala la la la leia jahei! Rhine-gold, Rhine-gold! Radiant joy, thou laughest in glorious light! Glistening beams thy splendor shoots forth o'er the waves! Heia jahei! heia jaheia! Waken friend! wake in joy! Games will we play so gladly with thee: flasheth the foam, flameth the flood, as, floating around, with dancing and singing, we joyously dive to thy bed! Rhine-gold! Rhine-gold! heia jaheia! heia jaheia! Wallala la la la heia jahei! (With ever-increasing mirth the maidens swim around the rock. All the water gleams with golden light.) |
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Alberich (dessen Augen, mächtig vom Glanze angezogen, starr an dem Golde haften) Was ist's, ihr Glatten, das dort so glänzt und gleißt? Rheintöchter Wo bist du Rauher denn heim, daß vom Rheingold nie du gehört? Wellgunde Nichts weiß der Alp von des Goldes Auge, das wechselnd wacht und schläft? Woglinde Von der Wassertiefe wonnigem Stern, der hehr die Wogen durchhellt? Rheintöchter Sieh, wie selig im Glanze wir gleiten! Willst du Banger in ihm dich baden, so schwimm' und schwelge mit uns! Wallala la la leia lalai! Wallala la la leia jahei! |
Alberich (whose eyes, strongly attracted by the gleam, are fixed on the gold) What is't, ye sleek ones, that there doth gleam and glow? Rhine Daughters Where hast thou, churl, ever dwelt, of the Rhine-gold ne'er to have heard? Wellgunde Knows not the elf of the gold's bright eye, then, that wakes and sleeps in turn? Woglinde Of the wondrous star in watery deeps, whose glory lightens the waves? Rhine Daughters See how blithely we glide in its radiance! wouldst thou, faint-heart, then bathe in brightness, come float and frolic with us! Wallala la la leia lalai! Wallala la la leia jahei! |
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Alberich Eurem Taucherspiele nur taugte das Gold? Mir gält' es dann wenig! Woglinde Des Goldes Schmuck schmäh'te er nicht, wüßte er all seine Wunder. Wellgunde Der Welt Erbe gewänne zu eigen, wer aus dem Rheingold schüfe den Ring, der maaßlose Macht ihm verlieh'. Flosshilde Der Vater sagt' es, und uns befahl er, klug zu hüten den klaren Hort, daß kein Falscher der Fluth ihn entführe: drum schweigt, ihr schwatzendes Heer! Wellgunde Du klügste Schwester, verklag'st du uns wohl? Weißt du denn nicht, wem nur allein das Gold zu schmieden vergönnt? Woglinde Nur wer der Minne Macht entsagt, nur wer der Liebe Lust verjagt, nur der erzielt sich den Zauber, zum Reif zu zwingen das Gold. Wellgunde Wohl sicher sind wir und sorgenfrei, denn was nur lebt, will lieben, meiden will keiner die Minne. Woglinde Am wenigsten er, der lüsterne Alp; vor Liebesgier möcht er vergeh'n! |
Alberich For your water games is the gold alone good? Then nought would it boot me! Woglinde The golden charm wouldst thou not flout, knewest thou all of its wonders. Wellgunde The world's wealth would be won by the man who, out of the Rhine-gold, fashioned the ring which measureless might would bestow. Flosshilde Our father said it, and bade us ever guard with wisdom the shining hoard, that no false one should craftily steal it: then peace, ye chattering brood! Wellgunde Most prudent sister, why chidest thou so? Well knowest thou, only by one the golden charm may be wrought? Woglinde He who the sway of love forswears, he who delight of love forbears, alone the magic can master that forces the gold to a ring. Wellgunde Secure then are we and free from care, for all that liveth loveth; none from love's fetters would free him. Woglinde And least of all he, the languishing dwarf with love-desire wasting away. |
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Flosshilde Nicht fürcht' ich den, wie ich ihn erfand: seiner Minne Brunst brannte fast mich. Wellgunde Ein Schwefelbrand in der Wogen Schwall: vor Zorn der Liebe zischt er laut! Rheintöchter Wallala! Wallaleia la la! Lieblichster Albe! lach'st du nicht auch? In des Goldes Scheine wie leuchtest du schön! O komm', lieblicher, lache mit uns! Heia jaheia! heia jaheia! Wallala la la la leia jahei! (Sie schwimmen lachend im Glanze auf und ab.) (Alberich, die Augen starr auf das Gold gerichtet, hat dem Geplauder der Schwestern wohl gelauscht.) Alberich Der Welt Erbe gewänn' ich zu eigen durch dich? Erzwäng' ich nicht Liebe, doch listig erzwäng' ich mir Lust? (furchtbar laut) Spottet nur zu! der Niblung naht eurem Spiel! (Wüthend springt er nach dem mittleren Riff hinüber und klettert nach dessen Spitze hinauf. Die Mädchen fahren kreischend auseinander und tau- chen nach verschiedenen Seiten hinauf.) |
Flosshilde I fear him not, whom here we have found: in his passion's blaze nearly I burned. Wellgunde A sulfur brand in the water's surge, in lover's frenzy hissing loud! Rhine Daughters Wallala! Wallaleia la la! Loveliest Niblung! laugh'st thou not too? In the golden shimmer how fair thou dost shine! O come, lovely one, laugh thou with us! Heia jaheia! heia jaheia! Wallala la la la leia jahei! (They swim, laughing, to and fro in the light.) (Alberich, with his eyes fixed on the gold, has listened well to the sisters' hasty chatter.) Alberich The world's wealth by thy spell might I win for mine own? If love be denied me, my cunning shall win me delight? (terribly loud) Mock ye then on! the Niblung neareth your toy. (Raging he springs to the middle rock and clambers with terrible haste to its summit. The maidens separate screaming and swim upward on different sides.) |
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Rheintöchter Heia! heia! heia jahei! Rettet euch! es raset der Alp: in den Wassern sprüht's, wohin er springt: die Minne macht ihn verrückt! ha ha ha ha ha ha ha! (Alberich gelangt mit einem letzten Satze zur Spitze.) Alberich Bangt euch noch nicht? So buhlt nun im Finstern, feuchtes Gezücht! (Er streckt die Hand nach dem Gold aus.) Das Licht lösch ich euch aus, entreiße dem Riff das Gold, schmiede den rachenden Ring; denn hör' es die Fluth: so verfluch' ich die Liebe! (Er reißt mit furchtbarer Gewalt das Gold aus dem Riffe, und stürzt dann hastig in die Tiefe, wo er schnell verschwindet. Dichte Nacht bricht plötzlich überall herein. Die Mädchen tauchen jach dem Räuber in die Tiefe nach.) Flosshilde Haltet den Räuber! Wellgunde Rettet das Gold! Rheintöchter Hülfe! Hülfe! Weh'! Weh'! (Die Fluth fällt mit ihnen nach der Tiefe hinab. Aus dem untersten Grunde hört man Alberichs gellendes Hohngelächter.) (In dichtester Finsterniss verschwinden die Riffe; die ganze Bühne ist von der Höhe bis zur Tiefe von schwarzem Gewoge erfüllt, das eine Zeit lang immer noch abwärts zu sinken scheint.) (Allmählich sind die Wogen in Gewölk über- gegangen, welches, als eine immer heller däm- mernde Beleuchtung dahinter tritt, zu feinerem Nebel sich abklärt.) (Als der Nebel, in zarten Wölkchen, sich gänzlich in der Höhe verliert, wird, im Tagesgrauen eine freie Gegend auf Bergeshöhen sichtbar. Wotan und neben ihm Fricka, beide schlafend, liegen zur Seite auf blumigem Grunde.) |
Rhine Daughters Heia! heia! heia jahei! Save yourselves! The elf is distraught; how the water swirls where'er he swims: for love has lost him his wits! ha ha ha ha ha ha ha! (With a last spring, Alberich reaches the summit.) Alberich Fear ye not yet? Then wanton in darkness, watery brood! (He stretches his hand out toward the gold.) My hand quenches your light, I wrest from the rock the gold, fashion the ring of revenge; for hear me ye floods: love henceforth be accursed! (He tears the gold from the rock with terrible force and plunges with it hastily into the depth, where he quickly disappears. Thick darkness falls suddenly on the scene. The maidens dive down after the robber.) Flosshilde Seize on the spoiler! Wellgunde Rescue the gold! Rhine Daughters Help us! Help us! Woe! Woe! (The water sinks down with them. From the lowest depth is heard Alberich's shrill, mocking laughter.) (The rocks disappear in thickest darkness, and the whole stage is from top to bottom filled with black water waves, which for some time seem to sink downward.) (The waves have gradually changed into clouds, which little by little become lighter, and at length disperse into a fine mist.) (As the mist disappears upward in little clouds, an open space on a mountain height becomes visible in the twilight. At one side, on a flowery bank, lies Wotan with Fricka near him, both asleep.) |
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Freie Gegend auf Bergeshöhen (Der hervorbrechende Tag beleuchtet mit wachs- endem Glanze eine Burg mit blinkenden Zinnen, die auf einem Felsgipfel im Hintergrunde steht, zwischen diesem und dem Vordergrunde ist ein tiefes Thal, durch das Rhein fließt, anzunehmen. Wotan und Fricka schlafend.) (Die Burg ist ganz sichtlich geworden. Fricka erwacht: ihr Auge fällt auf die Burg.) |
An open space on a mountain height (The dawning day lights up with growing bright- ness a castle with glittering pinnacles, which stands on the top of a cliff in the background. Between this cliff and the foreground, a deep valley through which the Rhine flows is supposed. Wotan and Fricka asleep.) (The castle has become quite visible. Fricka awakes: her gaze falls on the castle.) |
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Fricka (erschrocken) Wotan, Gemahl! erwache! Wotan (fortträumend) Der Wonne seligen Saal bewachen mir Thür und Thor: Mannes-Ehre, ewige Macht, ragen zu endlosem Ruhm! Fricka (rüttelt ihn) Auf, aus der Träume wonnigem Trug! Erwache, Mann, und erwäge! (Wotan erwacht, und erhebt sich ein wenig; sein Blick wird sogleich vom Anblick der Burg gefesselt.) Wotan Vollendet das ewige Werk! Auf Berges Gipfel die Götterburg; prächtig prahlt der prangende Bau! Wie im Traum ich ihn trug, wie mein Wille ihn wies, stark und schön steht er zur Schau: hehrer, herrlicher Bau! Fricka Nur Wonne schafft dir, was mich erschreckt? Dich freut die Burg, mir bangt es um Freia! Achtloser, lass' dich erinnern des ausbedungenen Lohn's! Die Burg ist fertig, verfallen das Pfand: vergaßest du, was du vergab'st? |
Fricka (alarmed) Wotan, give ear! awaken! Wotan (dreaming) The sacred dwelling of joy is guarded by gate and door: Manhood's honor, might without bound, rise now to endless renown! Fricka (shakes him) Up from thy vision's blissful deceit! My husband, wake and bethink thee! (Wotan awakes and raises himself a little. His eyes are at once fixed by the view of the castle.) Wotan Achieved the eternal work! On mountain summit the gods' abode! proudly stand the glittering walls! As in dreams 'twas designed, as by will 'twas decreed, strong and fair stands it in sight: hallowed glorious pile! Fricka What thee delighteth brings me but dread! Thou hast thy joy, my fear is for Freia! Heedless one, dost thou remember the truly promised reward? The work is finished and forfeit the pledge: forgettest thou what thou must pay? |
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Wotan Wohl dünkt mich's, was sie bedungen, die dort die Burg mir gebaut; durch Vertrag zähmt ich ihr trotzig Gezücht, daß sie die hehre Halle mir schüfen; die steht nun—Dank den Starken: um den Sold sorge dich nicht. Fricka O lachend frevelnder Leichtsinn! liebelosester Frohmuth! Wußt' ich um euren Vertrag, dem Truge hätt' ich gewehrt; doch muthig entferntet ihr Männer die Frauen, um taub und ruhig vor uns, allein mit den Riesen zu tagen: so ohne Scham verschenktet ihr Frechen Freia, mein holdes Geschwister, froh des Schächergewerb's! Was ist euch Harten doch heilig und werth, giert ihr Männer nach Macht! Wotan (ruhig) Gleiche Gier war Fricka wohl fremd, als selbst um den Bau sie mich bat? |
Wotan I mind me well of the bargain they made who raised me the walls; by a bond bound were the rebels in thrall, that they this hallowed dwelling might build me; it stands now—thank the workers: for the wage fret not thyself. Fricka O laughing impious lightness! loveless, cold-hearted folly! Had I but known of thy pact, the trick I then had withstood; but ever ye men kept afar from the women, that, deaf to us and in peace, alone ye might deal with the giants: so without shame ye base ones abandoned Freia, my loveliest sister, pleased right well with your pact! What to your hard hearts is holy and good, when ye men lust for might? Wotan (quietly) Was like greed to Fricka unknown, when she for the building did beg? |
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Fricka Um des Gatten Treue besorgt, muß traurig ich wohl sinnen, wie an mich er zu fesseln, zieht's in die Ferne ihn fort: herrliche Wohnung, wonniger Hausrath, sollten dich binden zu säumender Rast. Doch du bei dem Wohnbau sann'st auf Wehr und Wall allein: Herrschaft und Macht soll er dir mehren; nur rastloser'n Sturm zu erregen, erstand dir die ragende Burg. Wotan (lächelnd) Wolltest du Frau in der Feste mich fangen, mir Gotte mußt du schon gönnen, daß in der Burg gefangen, ich mir von außen gewinne die Welt: Wandel und Wechsel liebt wer lebt; das Spiel drum kann ich nicht sparen! Fricka Liebeloser, leidigster Mann! Um der Macht und Herrschaft müßigen Tand verspielst du in lästerndem Spott Liebe und Weibes Werth? Wotan Um dich zum Weib zu gewinnen, mein eines Auge setzt' ich werbend daran: wie thörig tadelst du jetzt! Ehr' ich die Frauen doch mehr als dich freut; und Freia, die gute, geb' ich nicht auf; nie sann dies ernstlich mein Sinn. |
Fricka For my husband's truth aye in care with sorrow must I ponder, how to hold him beside me, lured by his fancy afar: halls fair and stately, joys of the homestead, surely should bind thee in peaceful repose. But thou in this work hast dreamed of war and arms alone: glory and might ever to win thee, and ne'er-ending strife to enkindle, were builded the towering walls. Wotan (smiling) Wouldst thou, o wife, in the fortress then fix me, to me, the God, must be granted that, in the castle prisoned, yet from outside I must win me the world: ranging and changing love all who live; forgo that game, then, I cannot! Fricka Cold, unloving, pitiless heart! For the vain delights of power and sway, thou stakest in insolent scorn love and a woman's worth? Wotan When I for wife sought to win thee, an eye, as forfeit, placed I wooing in pledge: how vainly now dost thou chide! Women I worship e'en more than thou wouldst; and Freia, the fair one, will I not grant; in truth, such thought ne'er was mine. |
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Fricka (mit ängstlicher Spannung in die Scene blickend) So schirme sie jetzt: in schutzloser Angst läuft sie nach Hilfe dort her. (Freia tritt wie in hastiger Flucht auf.) Freia Hilf mir, Schwester! schütze mich, Schwäher! Vom Felsen drüben drohte mir Fasolt, mich Holde käm' er zu holen. Wotan Lass' ihn droh'n! Sah'st du nicht Loge? Fricka Daß am liebsten du immer dem Listigen trau'st! Viel Schlimmes schuf er uns schon, doch stets bestrickt er dich wieder. Wotan Wo freier Muth frommt, allein frag' ich nach Keinem. Doch des Feindes Neid zum Nutz sich fügen, lehrt nur Schlauheit und List, wie Loge verschlagen sie übt. Der zum Vertrage mir rieth, versprach mir Freia zu lösen: auf ihn verlass' ich mich nun. |
Fricka (looking anxiously off the stage) Then shelter her now: defenseless, in fear, hither she hastens for help. (Freia enters, as if in hasty flight.) Freia Help me, sister! shelter me, brother! From yonder mountain threatened me Fasolt; he comes now hither to take me. Wotan Let him threat! Saw'st thou not Loge? Fricka That thou still on the trickster bestowest thy trust! Much wrong he ever has wrought, yet aye again he ensnares thee. Wotan Where simple truth serves, alone I seek no helper. But, to force the spite of foes to serve me, guile and cunning alone, as Loge has learned them, can teach. He who this treaty designed gave promise Freia to ransom: on him I fix now my faith. |
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Fricka Und er läßt dich allein! Dort schreiten rasch die Riesen heran: wo harrt dein schlauer Gehülf'? Freia Wo harren meine Brüder, daß Hülfe sie brächten, da mein Schwäher die Schwache verschenkt? Zu Hülfe, Donner! Hieher, hieher! Rette Freia, mein Froh! Fricka Die im bösem Bund dich verriethen, sie Alle bergen sich nun! (Fasolt und Fafner, beide in riesiger Gestalt, mit starken Pfählen bewaffnet, treten auf.) Fasolt Sanft schloß Schlaf dein Aug'; wir Beide bauten Schlummers baar die Burg. Mächt'ger Müh' müde nie, stauten starke Stein' wir auf; steiler Thurm, Thür' und Thor, deckt und schließt im schlanken Schloß den Saal. (auf die Burg deutend) Dort steht's was wir stemmten, schimmernd hell, bescheint's der Tag; zieh' nun ein, uns zahl' den Lohn! Wotan Nennt, Leute, den Lohn; was dünkt euch zu bedingen? Fasolt Bedungen ist, was tauglich uns dünkt: gemahnt es dich so matt? Freia, die Holde, Holda, die Freie, vertragen ist's, sie tragen wir heim. |
Fricka And he leaves thee alone! There stride the giants hither in haste: where lurks thy crafty ally? Freia Where linger then my brothers, when help they should bring me, now that Wotan abandons the weak! O help me, Donner! Hither, hither! Rescue Freia, my Froh! Fricka The disgraceful band who betrayed thee, have all now hidden away! (Fasolt and Fafner, both of gigantic stature, armed with strong clubs, enter.) Fasolt Soft sleep closed thine eyes; the while we twain unslumb'ring built the walls. Mighty toil tired us not, heavy stones we heaped on high; lofty tower, gate and door guard and keep thy castle halls secure. (pointing to the castle) There stands what we builded, shining bright in daylight's beams: wend ye in, pay us our wage! Wotan Name, workers, your wage; what deems ye fitting guerdon? Fasolt The price was fixed, as fit it was deemed; is all so soon forgot? Freia, the fair one, Holda, the free one, the bargain holds, we bear her with us. |
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Wotan (schnell) Seid ihr bei Trost mit eurem Vertrag? Denkt auf andren Dank: Freia ist mir nicht feil! (Fasolt steht, in höchster Bestürzung, eine Weile sprachlos.) Fasolt Was sagst du? ha! Sinn'st du Verrath? Verrath am Vertrag? Die dein Speer birgt, sind sie dir Spiel, des berathnen Bundes Runen? Fafner Getreu'ster Bruder, merk'st du Tropf nun Betrug? Fasolt Lichtsohn du, leicht gefügter! hör' und hüte dich; Verträgen halte Treu'! Was du bist, bist du nur durch Verträge; bedungen ist, wohl bedacht deine Macht: bist weiser du als witzig wir sind, bandest uns Freie zum Frieden du: all' deinem Wissen fluch' ich, fliehe weit deinen Frieden, weißt du nicht offen, ehrlich und frei Verträgen zu wahren die Treu'! Ein dummer Riese räth dir das: Du Weiser, wiss' es von ihm! |
Wotan (quickly) Has then your bargain blinded your wits? Other guerdon ask: Freia may I not grant! (For a moment Fasolt stands speechless with angry astonishment.) Fasolt What say'st thou? ha! Traitor art thou? thy treaty a trick? What thy spear wards serves but for sport, all the runes of weighty bargains? Fafner My trusty brother, seest thou, fool, now his guile? Fasolt Son of light, light of spirit! hear and heed thyself; in treaties aye keep troth! What thou art, art thou only by treaties; by bargains bound, bounded too is thy might: art wiser thou than wary are we, pledged are we freemen in peace to thee: cursed be all thy wisdom, peace be no more between us, if, no more open, honest and free, in bargains thou breakest thy faith! A foolish giant gives this rede: thou wise one, learn it from him! |
| libretto by Richard Wagner | libretto by Frederick Jameson |
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